Was reitet meine Frau Gabi und mich sich auf ein Abenteuerwochenende per Fahrrad und Zelt über Pfingsten einzulassen. Eigentlich ordnet man solche Events eher heranwachsenden Schülern zu als in die Jahre gekommene Oldies. Anmerkung ich bin im 58. Lebensjahr. Doch was gibt es Schöneres als neue Wege mit dem Lebenspartner zu beschreiten und sich auf Unbekannte einzulassen. Wir Beide waren total begeistert.
Immerhin hat uns Achim Korge die grundsätzlichen Spielregeln, die da angewendet werden erläutert. Also wussten wir um die natürlichen, luxuslosen örtlichen Verhältnisse. Eine gemähte Wiese mit unendlichen Weiten, jeder darf sein Zelt aufschlagen wo er will, mitten in der Pampa war das Ziel. Und schnell ist der Gral gefunden, wo das ewige Feuer zumindest für drei Tage zementiert wird. Wie weiland unsere Vorfahren, die in Höhlen wohnten und sich zum Schutz vor wilden Tieren ein Feuer errichteten, hocken wir um das lodernde Feuer und genießen einfach das heitere Dasein, ohne Strom, ohne Radio, ohne Fernsehen, aber mit Sonnenschirm und Campingstuhl.
Wer sich berufen fühlt, organisiert brennbares Material. Eine anstrengende Übung aber lohnend. Das Holz darf nicht ausgehen. Weil irgendwann kommt der Hunger, und dann muss eine ordentliche Glut vorhanden sein.
Ich bin überrascht, was man alles über die Glut legen kann. Neben dem üblichen Grillgut, wie Würstchen und Fleisch werden Kartoffeln, Fische, Pilze in der Glut gegart und mit Genuss verspeist. Wer zuviel hat, bietet den Anderen an, wie in einer großen Familie.
Eine zusätzliche angenehme Erfahrung machen wir auch bei der Hin- und Rückfahrt die ja per Drahtesel bewältigt wurde. In Unkenntnis der Streckenführung strampeln Gabi und ich im Pulk mit und wir brauchen uns nicht um Organisatorisches kümmern. Alles war bestens vorbereitet und in die Wege geleitet. Und weil das Wetter sich auch von der allerbesten Seite gezeigt hat blieben keine Wünsche offen. Ein Dankeschön für die Gastfreundschaft